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Ratgeber · 8 Minuten · geprüft am 24. September 2026

QR-Code-Größe: Wie groß muss er auf Visitenkarte, Flyer und Plakat sein?

Zu klein gedruckt, und der Code scheitert an der Handykamera. Zu groß, und er frisst den halben Flyer. Die richtige Größe hängt an zwei Dingen: wie weit weg gescannt wird und wie viel im Code steckt.

2 × 2 cmals Untergrenze im Druck

Kurz gesagt. Ein gedruckter QR-Code sollte mindestens 2 × 2 cm groß sein. Für größere Entfernungen gilt als Faustregel: Kantenlänge etwa ein Zehntel des Leseabstands, also 5 cm für einen Aushang, der aus 50 cm gescannt wird, und 20 cm für ein Plakat in 2 Metern Entfernung. Je mehr Inhalt im Code steckt, desto feiner wird das Muster und desto größer muss er gedruckt werden. Rundherum braucht es einen freien Rand von vier Modulen.

Die Faustregel: ein Zehntel des Leseabstands

Eine Handykamera braucht eine gewisse Zahl an Bildpunkten für jedes Modul, also für jedes kleine Quadrat im Code. Je weiter das Handy weg ist, desto kleiner erscheint jedes Modul. Daraus ergibt sich die Faustregel: Die Kantenlänge des Codes sollte etwa ein Zehntel des Abstands betragen, aus dem gescannt wird.

Nach unten gibt es eine feste Grenze. Unter 2 × 2 cm wird es auch aus der Nähe unzuverlässig, vor allem mit älteren Handys und bei schwachem Licht.

Richtwerte für typische Drucksachen

Nach der Faustregel ergeben sich für Codes mit wenig Inhalt, etwa einem kurzen Link, diese Größen:

Visitenkarte
2 bis 2,5 cm. Gescannt wird aus der Hand.
Flyer und Broschüre
2,5 bis 3,5 cm.
Tischaufsteller und Zeltkarte
4 bis 6 cm, weil Gäste im Sitzen und mit etwas Abstand scannen.
Aushang A4 an Tür oder Schaufenster
8 bis 12 cm.
Plakat A1 oder A0
15 bis 25 cm, je nach Abstand zum Publikum.
Banner, Bauzaun, Fahrzeug
Leseabstand schätzen und durch zehn teilen. Für 3 Meter sind das 30 cm.

Warum der Inhalt die Größe bestimmt

Ein QR-Code hat keine feste Zahl an Modulen. Ein kurzer Link passt in ein Raster von 25 × 25 oder 29 × 29 Modulen, eine vollständige Kontaktkarte mit Adresse und zwei Telefonnummern braucht leicht 57 × 57 oder mehr. Bei gleicher Druckgröße wird jedes Modul dann nur noch halb so groß.

Deshalb wird eine vCard auf der Visitenkarte oft zu fein. Die Lösung: weniger Felder, ein kürzerer Link, oder der Code zeigt auf eine Kontaktseite deiner Website, statt die Daten selbst zu tragen.

Auch die Fehlerkorrektur zählt. Mit Logo in der Mitte steht sie auf der höchsten Stufe, und der Code bekommt zusätzliche Module. Ein QR-Code mit Logo muss deshalb etwas größer gedruckt werden als derselbe Code ohne.

So rechnest du die Größe für deinen Code aus

Wenn du es genau wissen willst: Zähle die Module einer Seite, rechne die Ruhezone von vier Modulen links und rechts dazu und multipliziere mit der Modulgröße. Für einen Code, der aus der Hand gescannt wird, sind etwa 0,4 mm pro Modul ein vernünftiger unterer Wert.

Ein Beispiel: Ein Link mit 29 × 29 Modulen plus Ruhezone ergibt 37 Module. Mal 0,4 mm sind das knapp 15 mm, die Untergrenze von 2 cm greift also. Eine vCard mit 57 × 57 Modulen ergibt 65 Module und damit 26 mm.

Einfacher geht es mit dem QR-Code-Generator. Er zeigt unter der Vorschau die Mindestgröße für genau deinen Code und rechnet dabei mit denselben 0,4 mm pro Modul, Ruhezone eingeschlossen.

Die Ruhezone nicht zustellen

Rund um den Code braucht es einen freien Rand, die Ruhezone. Der Standard sieht vier Module vor. Liegt Text, eine Linie oder ein unruhiges Foto direkt am Code, findet die Kamera seine Kanten nicht.

Plane den Rand beim Layout mit ein. Ist die Ruhezone in deiner Datei schon enthalten, darf nichts in diesen Streifen ragen, auch kein Schnittrand.

Pixel oder Vektor: die Datei für den Druck

Für den Druck gehört der Code als SVG oder PDF in die Datei. Beide sind Vektorgrafiken und bleiben in jeder Größe scharf. Ein PNG geht auch, wenn es groß genug ist: Bei 300 dpi braucht ein 3 cm großer Code mindestens 354 Pixel Kantenlänge.

Vergrößere nie ein kleines PNG aus einem Screenshot. Die Kanten der Module verschwimmen, und genau die braucht die Kamera. Wie du Pixel und Zentimeter umrechnest, steht im Beitrag 300 dpi in Pixel.

Vor dem Druck testen

Ein Test kostet fünf Minuten, ein Nachdruck deutlich mehr:

Probedruck in Originalgröße
Auf dem eigenen Drucker, nicht nur am Bildschirm.
Mit mehreren Handys scannen,
Einem neuen und einem älteren, iPhone und Android.
Im echten Abstand und Licht
An der Wand, auf dem Tisch, im Schaufenster.
Glanz und Glas prüfen
Reflexionen machen Codes auf Hochglanzpapier und hinter Scheiben schwer lesbar. Schräg testen, wie es später auch passiert.

Häufige Fragen.

Wie klein darf ein QR-Code sein?

Gedruckt nicht kleiner als 2 × 2 cm. Kleinere Codes funktionieren manchmal, aber nicht zuverlässig mit allen Handys und bei jedem Licht.

Wie groß muss ein QR-Code auf der Visitenkarte sein?

Etwa 2 bis 2,5 cm Kantenlänge, bei einem Code mit wenig Inhalt wie einem kurzen Link. Eine vollständige vCard braucht mehr Platz.

Wie groß muss ein QR-Code auf einem Plakat sein?

Etwa ein Zehntel des Leseabstands. Wird das Plakat aus 2 Metern gescannt, sind 20 cm eine gute Größe.

Wie viele Pixel braucht ein QR-Code für den Druck?

Bei 300 dpi rund 118 Pixel pro Zentimeter Kantenlänge, für einen 3 cm großen Code also mindestens 354 Pixel. Besser ist gleich ein SVG oder PDF.

Warum funktioniert mein gedruckter QR-Code nicht?

Meist ist er zu klein für seinen Inhalt, der Kontrast reicht nicht, die Ruhezone ist zugestellt oder die Oberfläche spiegelt. Ein Probedruck in Originalgröße zeigt das vor dem Drucken.

Gibt es eine Obergrenze für die Größe?

Nein. Solange die Datei ein Vektor ist oder genug Pixel hat, kann ein QR-Code beliebig groß werden. Sehr große Codes erfasst die Kamera aus der Nähe manchmal nicht ganz; dann hilft ein Schritt zurück.

Und wenn es jemand für dich machen soll?

Visitenkarten: ab 79 €. Vorder- und Rückseite gestaltet, auf Wunsch mit QR-Code, druckfertig mit 3 mm Beschnitt.