Logo-Dateiformate: Welches Format für Website, Druck und Social Media?
Ein Logo, ein Dutzend Einsatzorte, und jeder will eine andere Datei. Mit einer Handvoll Fassungen bist du für fast alles gerüstet. Welche das sind und wohin welche gehört, steht hier.
6 Dateiendecken fast jeden Einsatz ab
Kurz gesagt. Für die Website nimmst du SVG oder ein PNG mit transparentem Hintergrund, für Social Media und Messenger ein quadratisches PNG oder JPG, für die Druckerei ein PDF mit Vektorpfaden und für Werbetechnik und Folienplot SVG oder EPS. JPG eignet sich nur dort, wo keine Transparenz gebraucht wird. Dazu gehören eine schwarze und eine weiße Fassung für Stempel, Gravur und dunkle Hintergründe.
Vektor oder Pixel: worin der Unterschied liegt
Logo-Dateien teilen sich in zwei Gruppen. Vektorformate wie SVG, PDF, EPS und AI beschreiben das Logo als Formen und sind in jeder Größe scharf. Pixelformate wie PNG, JPG und WEBP speichern ein festes Raster und werden beim Vergrößern unscharf.
Die Faustregel: Vektor für alles, was gedruckt, geschnitten oder gestickt wird, und als Original fürs Archiv. Pixel für alles, was nur am Bildschirm erscheint und keine Vektoren annimmt. Wie du erkennst, ob deine Datei wirklich ein Vektor ist, steht im Beitrag Logo als Vektordatei.
Website: SVG zuerst, PNG als Rückfall
Auf der Website ist SVG die beste Wahl: gestochen scharf auf jedem Bildschirm, auch auf hochauflösenden Handys, und meist nur wenige Kilobyte groß.
Wo kein SVG geht, etwa in manchen Baukästen, nimmst du ein PNG mit transparentem Hintergrund, mindestens doppelt so breit, wie es angezeigt wird. Ein Logo, das 200 Pixel breit erscheint, sollte also 400 Pixel breit sein.
Für das kleine Symbol im Browser-Tab, das Favicon, brauchst du eine eigene quadratische Fassung. Ein Logo mit Schriftzug ist in 32 Pixeln nicht mehr lesbar; meist funktioniert nur das Bildzeichen oder der Anfangsbuchstabe.
Social Media, WhatsApp und Google
Instagram, Facebook, LinkedIn, WhatsApp Business und das Google-Unternehmensprofil nehmen kein SVG. Hier lädst du PNG oder JPG hoch.
Profilbilder werden fast überall rund oder quadratisch zugeschnitten, und ein breites Logo mit Schriftzug wird darin winzig. Besser ist eine eigene quadratische Fassung mit etwas Rand, zum Beispiel nur das Zeichen auf deiner Hausfarbe. Mit einer Datei von etwa 1000 × 1000 Pixeln bist du auf allen Plattformen auf der sicheren Seite.
Wie du das Logo im Google-Profil richtig hinterlegst, steht im Beitrag Google-Unternehmensprofil einrichten.
Druckerei, Werbetechnik und Stickerei
Sobald etwas produziert wird, zählt die Vektordatei:
- Druckerei (Visitenkarten, Flyer, Briefpapier)
- PDF mit Vektorpfaden, die Farben nach Möglichkeit in CMYK oder als festgelegte Sonderfarbe.
- Werbetechnik (Folie, Schild, Fahrzeug)
- SVG, EPS oder PDF mit sauberen, geschlossenen Pfaden. Für Folie am besten ohne Verläufe.
- Laser und Plotter
- DXF oder SVG. Wie aus einem Bild eine Schneidedatei wird, zeigt die Seite Plotterdatei erstellen.
- Stickerei
- Die Stickerei erstellt aus deiner Vektordatei eine eigene Stichdatei. Schick ihr SVG, EPS oder PDF.
- Stempel und Gravur
- Eine einfarbige Fassung als Vektor.
E-Mail-Signatur, Word und PowerPoint
In die E-Mail-Signatur gehört ein PNG. Viele Mailprogramme zeigen SVG nicht an, und ein JPG hat keinen transparenten Hintergrund. Eine Breite von 200 bis 300 Pixeln reicht; größere Dateien machen jede Mail schwerer. Eine fertige Signatur mit Logo baust du mit dem E-Mail-Signatur-Generator.
Word und PowerPoint aus Microsoft 365 können SVG einsetzen, ältere Versionen nicht. Das PNG mit transparentem Hintergrund funktioniert überall.
Die Farbfassungen, die du brauchst
Neben den Formaten brauchst du dein Logo in mehreren Farbvarianten:
- Farbig
- Die Hauptfassung für alles, was es erlaubt.
- Einfarbig schwarz
- Für Stempel, Gravur, Schwarzweißdruck und unruhige helle Hintergründe.
- Einfarbig weiß
- Für dunkle Flächen, Fotos und dunkle Firmenwagen.
- Für Bildschirm und Druck
- Dieselbe Farbfassung einmal in RGB, einmal in CMYK. Die Werte gehören in eine kleine Übersicht, damit alle dieselbe Farbe benutzen. Den Farbcode eines bestehenden Logos findest du mit Farbe aus Bild bestimmen.
Das Logo-Paket zum Nachschlagen
Wer ein neues Logo bei mir bestellt, bekommt die Dateien für Web und Druck samt einfarbiger Fassung in einem sortierten Ordner – mehr dazu unter Grafikdesign. Existiert dein Logo nur als JPG, hilft der Vektorisierer.
Mit diesen Dateien bist du für fast jeden Einsatz gerüstet. Die Namen sind nur ein Vorschlag; wichtig ist, dass jeder sofort sieht, welche Datei was ist:
| Datei | Format | Wofür |
|---|---|---|
| logo.svg | SVG | Vektor, farbig, für Website und Werbetechnik |
| logo.pdf | Vektor, für die Druckerei | |
| logo.png | PNG | Transparent und groß, für Office und Signatur |
| logo-quadrat.png | PNG | Für Social Media und Profilbilder |
| logo-schwarz.svg und logo-weiss.svg | SVG | Einfarbig, für Stempel, Gravur und dunkle Flächen |
| favicon.png | PNG | Quadratisch und klein, fürs Browser-Tab |
Häufige Fragen.
Welches Dateiformat ist das beste für ein Logo?
Es gibt nicht das eine. Das Original sollte eine Vektordatei sein, also SVG, PDF, EPS oder AI, weil sich daraus jede andere Fassung erzeugen lässt. Für den Alltag brauchst du zusätzlich PNG-Dateien.
Welches Format hat ein Logo ohne Hintergrund?
PNG oder SVG. Beide können transparent sein. JPG kann keine Transparenz und bringt immer eine Fläche mit, meist Weiß.
Welches Logo-Format brauche ich für die Website?
SVG, wenn dein Baukasten oder System es zulässt, sonst ein PNG mit transparentem Hintergrund in doppelter Anzeigegröße.
Welches Format will die Druckerei?
Meist ein PDF mit Vektorpfaden. Frag im Zweifel nach; viele Druckereien haben dafür ein Merkblatt.
Kann ich aus einem PNG ein SVG machen?
Ja, durch Nachzeichnen. Einfache Logos gelingen mit einem Vektorisierer oft gut; bei feiner Schrift oder unscharfer Vorlage lohnt sich das Nachzeichnen von Hand.
Warum sieht mein Logo auf Instagram so klein aus?
Weil Profilbilder rund zugeschnitten werden und ein breites Logo darin schrumpft. Nimm eine quadratische Fassung, etwa nur das Bildzeichen, mit etwas Rand.