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Ratgeber · 7 Minuten · geprüft am 24. September 2026

Farbcode vom Logo herausfinden: HEX, RGB, CMYK, Pantone und RAL

Die Werbetechnik fragt nach dem RAL-Ton, die Druckerei nach CMYK, der Webdesigner nach HEX – und niemand weiß mehr, welche Farbe das Logo eigentlich hat. So findest du alle Werte und legst sie einmal fest.

5 SystemeHEX, RGB, CMYK, Pantone, RAL

Kurz gesagt. Den Farbcode deines Logos findest du am zuverlässigsten in den Originaldateien oder einem Gestaltungshandbuch. Fehlen die, liest du die Farbe mit einer Pipette aus dem Logo aus, am besten aus einer PNG- oder SVG-Datei. HEX und RGB gelten für Bildschirme, CMYK für den Druck, Pantone und HKS für Sonderfarben und RAL für Lack, Folie und Fassade. Druck- und Lackwerte lassen sich aus Bildschirmfarben nur annähern und gehören am Farbfächer geprüft.

Erst suchen, dann messen

Wurde dein Logo von einem Gestalter entworfen, sind die Farben dort festgelegt: in den Originaldateien, in einem Gestaltungshandbuch oder auf einer Übersicht, die mit den Dateien kam. Diese Werte sind verbindlicher als alles, was man nachträglich misst, weil Druck- und Sonderfarben dort bewusst gewählt wurden.

Frag auch bei Druckerei oder Werbetechnik nach, die schon Visitenkarten, Schild oder Fahrzeug gemacht haben. Sie haben die Werte oft in ihren Auftragsdaten.

Farbe aus der Datei messen

Gibt es keine Unterlagen, liest du die Farbe aus. Nimm dafür die beste Datei, die du hast: ein PNG oder SVG, nicht das JPG aus der E-Mail-Signatur. Die JPG-Kompression verfälscht Farben an Kanten und auf Flächen leicht.

Mit dem Werkzeug Farbe aus Bild bestimmen legst du das Logo ab und bekommst die Hauptfarben als HEX, RGB, HSL und CMYK, dazu den nächsten RAL-Ton. Mit der Pipette misst du gezielt eine Stelle. Das Bild bleibt dabei auf deinem Gerät.

Miss mitten in einer Fläche, nicht an der Kante. Dort mischt der Bildschirm zwei Farben, und du erwischst einen Ton, der im Logo gar nicht vorkommt.

HEX und RGB: für alles am Bildschirm

RGB beschreibt eine Farbe als Mischung aus rotem, grünem und blauem Licht, jeweils von 0 bis 255. HEX ist dieselbe Information in anderer Schreibweise: #1F3A5F heißt Rot 1F, Grün 3A, Blau 5F, also 31, 58 und 95.

Diese Werte brauchst du für Website, Social Media, Canva, Präsentationen und die E-Mail-Signatur. Sie sind eindeutig: Ein HEX-Wert beschreibt genau eine von rund 16,7 Millionen Bildschirmfarben.

CMYK: für den Druck

Druckmaschinen mischen Farben aus Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz. Die CMYK-Werte in Prozent sagen, wie viel von jeder Farbe gedruckt wird.

Aus RGB lassen sich CMYK-Werte nur annähern, weil das Ergebnis von Papier und Druckverfahren abhängt. Sehr leuchtende Bildschirmfarben kann CMYK gar nicht drucken, sie werden matter. Mehr dazu unter RGB in CMYK umrechnen.

Soll es genau werden, legt ein Gestalter die CMYK-Werte fest und prüft sie mit einem Probedruck. Dann stehen sie verbindlich in der Übersicht.

Pantone und HKS: Sonderfarben

Pantone und HKS sind Farbsysteme für Sonderfarben. Statt aus vier Farben gemischt zu werden, kommt der Ton fertig angemischt aufs Papier. So sieht ein Rot auf jeder Drucksache gleich aus, egal in welcher Druckerei. Pantone-Töne tragen Nummern wie 186 C, wobei C für gestrichenes und U für ungestrichenes Papier steht. HKS ist vor allem in Deutschland verbreitet.

Aus einer Bildschirmfarbe lässt sich kein Pantone- oder HKS-Ton verlässlich ableiten; jede Umrechnung wäre geraten. Dafür braucht es einen gedruckten Farbfächer neben dem Original.

RAL: für Lack, Folie, Schild und Fahrzeug

RAL Classic ist die Farbsammlung für Lack, Pulverbeschichtung und viele Folien. Jeder Ton hat eine vierstellige Nummer, deren erste Ziffer die Farbgruppe nennt: 1 für Gelb, 2 für Orange, 3 für Rot, 4 für Violett, 5 für Blau, 6 für Grün, 7 für Grau, 8 für Braun und 9 für Weiß und Schwarz.

Zu jeder Bildschirmfarbe gibt es einen nächstliegenden RAL-Ton. Das Werkzeug RAL-Farbe bestimmen findet ihn samt Farbabstand. Auch hier gilt: vor der Bestellung am echten Farbfächer vergleichen.

Einmal festlegen, überall gleich

Das Ziel ist eine kleine Übersicht, die jeder bekommt, der mit deinem Logo arbeitet: pro Farbe ein HEX-Wert, ein RGB-Wert, ein CMYK-Wert und, wo nötig, ein Pantone- oder RAL-Ton. Das kostet einmal etwas Mühe und erspart jedes Mal die Frage, welches Blau es noch mal war.

Bei jedem neuen Logo, das ich gestalte, gehören die Farbwerte für Druck und Bildschirm dazu.

Häufige Fragen.

Wie finde ich den Farbcode meines Logos heraus?

Am zuverlässigsten in den Originaldateien oder beim Gestalter. Sonst liest du ihn mit einer Pipette aus einer PNG- oder SVG-Datei aus, etwa mit einem kostenlosen Farbwerkzeug im Browser.

Was ist der Unterschied zwischen HEX und RGB?

In der Farbe keiner, nur in der Schreibweise. #FF0000 und 255, 0, 0 sind dasselbe Rot.

Welchen Farbcode braucht die Druckerei?

Meist CMYK, bei Sonderfarben einen Pantone- oder HKS-Ton. Viele Online-Druckereien wandeln RGB auch selbst um; bei exakten Hausfarben lohnt die Nachfrage.

Kann ich HEX in Pantone umrechnen?

Nicht verlässlich. Pantone-Farben sind fertig gemischte Druckfarben, die man nur mit einem gedruckten Fächer sicher zuordnet.

Welchen Farbcode braucht der Werbetechniker?

Für Folie und Lack meist einen RAL-Ton oder eine Farbe aus der Kollektion des Folienherstellers. Den nächsten RAL-Ton kannst du aus der Bildschirmfarbe annähern und dann am Fächer prüfen.

Warum sieht mein Logo im Druck anders aus als am Bildschirm?

Weil Bildschirme mit Licht und Drucker mit Farbe arbeiten. Leuchtende Töne lassen sich mit Druckfarbe nicht erreichen. Abhilfe schaffen festgelegte CMYK-Werte, ein Probedruck oder eine Sonderfarbe.

Und wenn es jemand für dich machen soll?

Neues Logo: ab 249 €. Drei unterschiedliche Entwürfe, zwei Korrekturrunden, alle Formate für Web und Druck – inklusive Farbwerten für Druck und Bildschirm.