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Ratgeber · von · 14 Minuten · geprüft am 27. August 2026

Google-Eintrag erstellen: Anleitung für das Unternehmensprofil

Der Google-Eintrag – offiziell Google-Unternehmensprofil – ist für lokale Betriebe oft wirksamer als die eigene Website, und er kostet nichts. Diese Anleitung führt durch die Einrichtung und die häufigsten Fehler.

Kurz gesagt

Ein Google-Eintrag wird kostenlos unter business.google.com angelegt; offiziell heißt er Google-Unternehmensprofil. Nach Eingabe von Name, Kategorie und Adresse folgt eine Bestätigung, meist per Postkarte, Telefon oder Video. Entscheidend für die Sichtbarkeit sind anschließend: eine exakt passende Hauptkategorie, vollständige Öffnungszeiten, echte Fotos, ein Link zur Website und regelmäßige Bewertungen. Dienstleister ohne Ladengeschäft können die Adresse verbergen und stattdessen ein Einzugsgebiet angeben.

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stärkster lokaler Hebel

Warum das Profil oft mehr bringt als die Website

Bei lokalen Suchen zeigt Google über den normalen Ergebnissen eine Kartenübersicht mit drei Einträgen. Diese Plätze werden aus Unternehmensprofilen gefüllt, nicht aus Websites.

Wer dort erscheint, wird gesehen, bevor überhaupt ein Website-Ergebnis in Sicht kommt. Für Handwerk, Gastronomie, Praxen und ortsgebundene Dienstleistungen ist das der wichtigste einzelne Sichtbarkeitsfaktor – und er ist kostenlos.

Einrichtung Schritt für Schritt

Der Ablauf dauert etwa zwanzig Minuten, die Bestätigung kann einige Tage brauchen.

  • Auf business.google.com mit einem Google-Konto anmelden und den Firmennamen genau so eintragen, wie er auf Rechnungen und am Schild steht.
  • Hauptkategorie wählen. Das ist die wichtigste Einzelentscheidung – dazu unten mehr.
  • Adresse angeben. Ohne Ladengeschäft: Adresse verbergen und Einzugsgebiet hinterlegen.
  • Telefonnummer und Website eintragen, beides identisch zur Angabe im Impressum.
  • Bestätigung durchführen, je nach Fall per Postkarte, Telefon, E-Mail oder Video.
  • Nach der Bestätigung Öffnungszeiten, Leistungen, Beschreibung und Fotos ergänzen.

Die Kategorie entscheidet über die Sichtbarkeit

Die Hauptkategorie bestimmt, bei welchen Suchen dein Profil überhaupt in Frage kommt. Sie sollte so genau wie möglich zur Haupttätigkeit passen.

Ein Betrieb, der überwiegend Gartenpflege macht, wählt „Gartenbauunternehmen" und nicht das allgemeinere „Bauunternehmen". Zu breite Kategorien führen dazu, dass Google das Profil bei den eigentlich passenden Suchen nicht berücksichtigt.

Nebenkategorien lassen sich zusätzlich angeben und decken weitere Leistungen ab. Die Hauptkategorie sollte aber die Tätigkeit abbilden, mit der du den größten Teil deines Umsatzes machst.

Bewertungen: der stärkste Hebel

Anzahl, Durchschnitt und Aktualität von Bewertungen wirken deutlich auf die Platzierung in der Kartenübersicht – und stärker noch auf die Entscheidung des Betrachters.

Frag aktiv danach, direkt nach abgeschlossener Arbeit, wenn die Zufriedenheit am höchsten ist. Am einfachsten mit einem direkten Bewertungslink, den du per Nachricht schickst.

Wichtig: Bewertungen dürfen nicht gekauft oder durch Rabatte erkauft werden. Das verstößt gegen Googles Richtlinien und gegen das Wettbewerbsrecht. Antworte außerdem auf jede Bewertung, auch auf kritische – sachlich und ohne Rechtfertigung.

Fehler, die Sichtbarkeit kosten

Vier Punkte tauchen bei fast jedem vernachlässigten Profil auf.

  • Abweichende Angaben zwischen Profil, Website und Impressum. Name, Adresse und Telefonnummer müssen überall zeichengenau übereinstimmen.
  • Fehlende oder falsche Öffnungszeiten, besonders an Feiertagen. Google fragt aktiv danach und stuft Profile ohne Pflege zurück.
  • Keine eigenen Fotos. Profile mit echten Bildern vom Betrieb werden deutlich häufiger angeklickt als solche mit Platzhaltern.
  • Keine Reaktion auf Bewertungen. Ein unbeantwortetes negatives Urteil wirkt stärker als drei positive.

Was danach kommt

Ein Profil ist kein einmaliger Eintrag. Wirksam bleibt es durch regelmäßige kleine Aktivität: Beiträge zu Aktionen oder Neuigkeiten, aktuelle Fotos, gepflegte Leistungen, Antworten auf Fragen.

Der Aufwand liegt bei etwa fünfzehn Minuten im Monat. Gemessen an der Wirkung ist das der günstigste Sichtbarkeitshebel, den lokale Betriebe haben.

Bestätigung: der Schritt, an dem es hakt

Ein Profil anzulegen dauert Minuten, es bestätigen zu lassen dauert manchmal Wochen. Die Bestätigung ist der Nachweis, dass es den Betrieb an der angegebenen Stelle gibt – ohne sie erscheint das Profil nicht in der Kartenbox.

Je nach Fall wird per Postkarte, Telefon, E-Mail oder Video bestätigt. Welcher Weg angeboten wird, entscheidet Google, nicht du. Beim Videoweg wird meist verlangt, dass Umgebung, Ausstattung und ein Nachweis der Geschäftstätigkeit gezeigt werden – bereite Geschäftspapier, Fahrzeugbeschriftung oder Werkzeug vor, bevor du startest.

Häufigster Ablehnungsgrund ist eine Abweichung zwischen den Angaben im Profil und dem, was sonst über den Betrieb auffindbar ist. Sorge deshalb vor der Bestätigung dafür, dass Name, Anschrift und Telefonnummer im Impressum exakt so stehen wie im Profil.

Wichtig für Betriebe ohne Ladenlokal: Wer beim Kunden arbeitet, gibt ein Einzugsgebiet an und blendet die Anschrift aus. Eine Privatadresse als Ladenadresse einzutragen, an der niemand empfangen wird, führt zu Problemen bei der Bestätigung.

Kategorien, Leistungen und der Firmenname

Die Hauptkategorie ist die wichtigste Einstellung im ganzen Profil. Wähle die genaueste zutreffende, nicht die allgemeinste – und prüfe, was vergleichbare Betriebe in deiner Nähe gewählt haben. Nebenkategorien ergänzen, was du außerdem anbietest.

Trage danach einzelne Leistungen ein. Sie sind nicht dasselbe wie Kategorien: Die Kategorie sagt, was für ein Betrieb du bist, die Leistungen sagen, was du konkret machst. Beides zusammen ergibt das Bild.

Ein Punkt, bei dem viele Profile gesperrt werden: Der Firmenname im Profil muss der Name sein, unter dem der Betrieb wirklich auftritt. Zusätze wie Ortsnamen oder Leistungsbegriffe hineinzuschreiben, verstößt gegen die Richtlinien. Es wirkt kurzfristig und kostet langfristig das Profil.

Ergänze außerdem Öffnungszeiten – auch dann, wenn du keine festen hast, ist eine Angabe besser als keine – und den Link zur Website. Dieser Link sollte direkt auf die Startseite zeigen, ohne Anhängsel und ohne Umleitung über eine alte Adresse.

Fotos, Beiträge und Pflege

Fotos sind der am meisten unterschätzte Teil. Sie sind für viele Suchende der erste Eindruck überhaupt – noch vor der Website. Lade eigene Bilder hoch: Außenansicht, Innenraum, Team, Arbeitsergebnisse. Symbolbilder aus Bilddiensten wirken hier besonders austauschbar.

Beiträge im Profil sind kein direkter Rankingfaktor, aber sie zeigen, dass der Betrieb aktiv ist, und sie können zusätzliche Bezüge herstellen. Wichtiger als Häufigkeit ist Regelmäßigkeit.

Der entscheidende Teil ist ohnehin nicht das Einrichten, sondern das Pflegen: Bewertungen beantworten, Fragen im Profil beantworten, Öffnungszeiten an Feiertagen anpassen. Ein Profil, das seit zwei Jahren unverändert ist, wirkt auf Menschen wie auf Maschinen abgestanden.

Und eine ehrliche Einordnung zum Schluss: Ein gepflegtes Profil hilft bei Anfragen aus der Umgebung erheblich. Für Suchanfragen ohne Ortsbezug tut es fast nichts – dort entscheidet die Website.

Wenn das Profil schon existiert, ohne dass du es angelegt hast

Das ist der Fall, den die meisten Anleitungen auslassen, und er kommt häufiger vor als das Anlegen von null. Google erzeugt Einträge auch selbst, aus Kartendaten, Branchenverzeichnissen und Nutzerhinweisen. Es kann also längst ein Profil deines Betriebs geben, das dir nicht gehört.

Der erste Schritt ist immer die Suche nach dem eigenen Namen samt Ort. Findest du einen Eintrag, steht dort entweder „Inhaber dieses Unternehmens?" – dann kannst du ihn beanspruchen – oder er ist bereits jemandem zugeordnet. Das passiert, wenn ein früherer Mitarbeiter, ein Dienstleister oder eine Agentur das Profil einmal angelegt hat.

Im zweiten Fall gibt es ein Verfahren zur Übertragung: Du forderst den Zugriff an, Google benachrichtigt den aktuellen Inhaber, und der hat einige Tage Zeit zu antworten. Reagiert niemand, kannst du den Eintrag übernehmen. Rechne mit ein bis zwei Wochen und halte einen Nachweis der Geschäftstätigkeit bereit.

Der zweithäufigste Fall sind Doppeleinträge – etwa nach einem Umzug, wenn die alte Adresse stehen geblieben ist. Zwei Profile für denselben Betrieb teilen die Bewertungen und schwächen beide. Melde das Duplikat und lass es mit dem gepflegten Eintrag zusammenführen, statt es einfach zu löschen; beim Zusammenführen bleiben die Bewertungen erhalten.

Nach dem Einrichten fängt die Arbeit erst an

Ein Profil ist kein Formular, das man einmal ausfüllt. Der Unterschied zwischen einem Eintrag, der Anfragen bringt, und einem, der nur existiert, entsteht in den Monaten danach.

Der wichtigste Rhythmus sind Bewertungen. Nicht die Gesamtzahl entscheidet, sondern dass regelmäßig neue dazukommen – ein Profil, dessen jüngste Bewertung zwei Jahre alt ist, wirkt abgestanden. Mach das Fragen zu einem festen Schritt deines Ablaufs, direkt nachdem etwas fertig geworden ist. Und antworte auf jede Bewertung, auch auf die guten.

Zweitens die Öffnungszeiten, besonders an Feiertagen. Google fragt aktiv nach, und wer nicht antwortet, bekommt bei manchen Anfragen weniger Sichtbarkeit. Ein Betrieb, der laut Profil geschlossen hat, wird bei „jetzt geöffnet" schlicht nicht gezeigt.

Drittens die Fragen im Profil. Jeder kann dort eine Frage stellen, und jeder kann sie beantworten – auch Fremde, auch falsch. Du darfst selbst Fragen einstellen und beantworten, solange es echte Fragen sind. Das ist die einzige Stelle im Profil, an der du Text unterbringst, den Suchende direkt lesen.

Viertens die Fotos. Sie veralten am schnellsten und sind für viele der erste Eindruck überhaupt. Zwei bis drei neue Bilder im Quartal reichen völlig.

Warum das Profil allein nicht mehr reicht

Ein Punkt, den ältere Anleitungen nicht enthalten: Immer mehr Menschen fragen keine Suchmaschine mehr, sondern einen KI-Dienst. Und die greifen zum Teil auf ganz andere Quellen zu.

ChatGPT und Copilot beziehen ihre Angaben zu Betrieben nicht aus dem Google-Unternehmensprofil, sondern unter anderem aus dem Bing-Index. Wer nur bei Google gepflegt ist, fehlt dort. Ein Eintrag bei Bing Places ist kostenlos und dauert etwa so lange wie das Google-Profil.

Dasselbe gilt für OpenStreetMap. Der Datenbestand ist offen und wird von zahlreichen Programmen und Kartendiensten ausgewertet, unter anderem fließt er in Apple Maps ein. Auch dieser Eintrag kostet nichts.

Entscheidend ist dabei, dass Name, Anschrift und Telefonnummer überall identisch sind. Abweichungen schwächen nicht nur ein einzelnes Verzeichnis, sie machen es Maschinen schwerer, die Einträge als denselben Betrieb zu erkennen. Leg dir die drei Angaben einmal in genau der Schreibweise fest, die auch im Impressum steht, und trag sie überall so ein.

Häufige Fragen

Kostet ein Google-Unternehmensprofil etwas?

Nein. Anlegen, Pflegen und alle Funktionen sind kostenlos. Kosten entstehen nur, wenn zusätzlich Google-Anzeigen geschaltet werden.

Brauche ich ein Ladengeschäft für ein Unternehmensprofil?

Nein. Dienstleister, die zum Kunden fahren, können ihre Adresse verbergen und stattdessen ein Einzugsgebiet angeben. Eine überprüfbare Anschrift wird für die Bestätigung dennoch benötigt.

Wie lange dauert die Bestätigung des Profils?

Bei Bestätigung per Telefon oder E-Mail meist wenige Minuten bis Tage. Die Postkarte braucht in der Regel ein bis zwei Wochen. Vor der Bestätigung erscheint das Profil nicht in der Kartenübersicht.

Warum wurde meine Bestätigung abgelehnt?

Häufigster Grund ist eine Abweichung zwischen den Angaben im Profil und dem, was sonst über den Betrieb auffindbar ist. Sorge dafür, dass Name, Anschrift und Telefonnummer im Impressum exakt so stehen wie im Profil.

Darf ich meinen Ort in den Firmennamen schreiben?

Nein. Der Name im Profil muss der Name sein, unter dem der Betrieb wirklich auftritt. Zusätze mit Orts- oder Leistungsbegriffen verstoßen gegen die Richtlinien und können zur Sperrung führen.

Was mache ich ohne Ladenlokal?

Ein Einzugsgebiet angeben und die Anschrift ausblenden. Eine Privatadresse als Ladenadresse einzutragen, an der niemand empfangen wird, führt zu Problemen bei der Bestätigung.

Es gibt schon ein Profil meines Betriebs, das ich nicht angelegt habe. Was tun?

Google erzeugt Einträge auch selbst. Steht dort „Inhaber dieses Unternehmens?", kannst du ihn direkt beanspruchen. Gehört er bereits jemandem, forderst du den Zugriff an; der aktuelle Inhaber hat einige Tage Zeit zu antworten, danach kannst du übernehmen. Rechne mit ein bis zwei Wochen.

Ich habe zwei Einträge für denselben Betrieb.

Das passiert oft nach einem Umzug. Zwei Profile teilen die Bewertungen und schwächen beide. Melde das Duplikat und lass es mit dem gepflegten Eintrag zusammenführen statt löschen – beim Zusammenführen bleiben die Bewertungen erhalten.

Reicht ein Google-Profil für die Sichtbarkeit?

Für Google ja, für KI-Dienste nicht. ChatGPT und Copilot greifen nicht auf Google-Unternehmensprofile zu, sondern unter anderem auf den Bing-Index. Bing Places und OpenStreetMap sind beide kostenlos und schließen diese Lücke.

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